Mit einem gemeinsamen Ausflug nach Bonn haben zwanzig Frauen mit Fluchterfahrung einen eindrucksvollen Tag voller Geschichte, Begegnung und Austausch erlebt. Organisiert und geleitet wurde der Ausflug von Mechtild Münzer in Zusammenarbeit mit Brigitta Opiela von der Flüchtlingshilfe Refrath und konnte dank einer Spende des LC Bergische Löwinnen in Höhe von 600€ realisiert werden.
Die Gruppe reiste mit der Bahn zum Haus der Geschichte, wo sie eine Ausstellung besuchte, die viele persönliche Eindrücke hinterließ. Die authentische Darstellung der deutschen Nachkriegsgeschichte war für einige Teilnehmerinnen bewegend und stellenweise schwer zu ertragen. Zugleich bot der Besuch wichtige Anknüpfungspunkte: Krieg, Zerstörung und Flucht kennen die Frauen aus eigener Erfahrung und daher konnten sie nachvollziehen, welche Bedeutung Wiederaufbau, Zusammenhalt und gesellschaftliches Engagement für ein Land haben. Nicht jeder Teilnehmerin war bewusst, wie verheerend der 2. Weltkrieg auch für Deutschland gewesen ist und dass Frauen maßgeblich dazu beigetragen haben, Städte und Gemeinschaften aus den Trümmern wieder aufzubauen.
„Es hat die Teilnehmerinnen berührt zu sehen, dass auch Deutschland nach dem Krieg in Trümmern lag und wieder aufgebaut werden musste. Der Ausflug hat ihnen Mut gemacht und gezeigt, dass auch solche Krisen überwundern werden können mit Zusammenhalt und gegenseitiger Unterstützung“, fasst Mechthild Münzer die Eindrücke des Tages zusammen.
Beim anschließenden Kaffee und Kuchen im Haus der Geschichte blieb Zeit, das Gesehene gemeinsam einzuordnen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Der Ausflug verband historische Bildung mit Gemeinschaft und machte deutlich, wie wertvoll Begegnungen und gemeinsame Erlebnisse für Integration und gegenseitiges Verständnis sind.
Die ehrenamtlichen Mitglieder der Bergische Löwinnen setzen sich seit mehreren Jahren für in Not geratene Frauen in unserer Region ein und unterstützen Projekte, die für Zusammenhalt und ein gutes Miteinander unserer Gesellschaft beitragen.
